AFRICAN MIRROR

von Mischa Hedinger (CH 2019)

Montag 13. Juli 2020, 20:00 ; Kino Gotthard, Zug

imdb-link | filmhome african mirror | african mirror bei swissfilms | mischa hedinger | kritik im filmbulletin | kritik bei maximum cinema | kritik in der woz | wikipedia: rené gardi, mit werkliste | kritik bei swissinfo | kritik im tagesanzeiger | kritik in der nzz | talk an den solothurner filmtagen mit mischa hedinger und heidi specogna | bisher | home

Link back to FLIZ Uebersicht

AFRICAN MIRROR

von Mischa Hedinger

CH 2019, 84 Min., Color + BW, DCP; F, CH-D, D/d

Ticket kaufen

Buch, Regie, Schnitt: Mischa Hedinger
Dramaturgie, Schnitt: Philipp Diettrich
Sprecher: René Gardi, Markus Amrein
Sprecherin: Rachel Braunschweig
Musik: Maschinefabriek (Rutger Zuydervelt)
Wissenschaftliche Beratung: Felix Rauh Gaby Fierz
Farbkorrektur und Postprod.-Assistenz: David Röthlisberger
Sounddesign: Fabian Gutscher, Daniel Hobi
Sprecheraufnahmen & Mischung: Daniel Hobi
Musik Lizenzierung: Claudio Bucher
Untertitel: Peter Jud, Pierre Soltermann
Archiv: Staatsarchiv des Kantons Bern
Beratung und Assistenz Archiv: Silvia Bühler
Digitalisierungen Fotos: Lea Ritter
Staatsarchivarin: Barbara Studer Immenhauser

René Gardi (1909-2000) war der Mann, der in den 50er und 60er Jahren Afrika in die Schweizer Wohnstuben holte. In unzähligen Büchern, Filmen, Fernseh- und Radiosendungen schwärmte er von den schönen, nackten Wilden und der vormodernen Zeit, in der sie angeblich lebten. Er liess die Europäer von Abenteuern und Freiheiten träumen und kreierte mit seinem Werk Kolonien für die Schweiz, deren damalige Haltung heute oft als «Kolonialismus ohne Kolonien» bezeichnet wird.
Mehr als 30‘000 Fotografien, Tonbändern und Filmmaterial aus Gardis Nachlass ermöglichten es Mischa Hedinger einen Film zu montieren, der die ZuschauerInnen einlädt, damalige Betrachtungsweisen kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, wie Filme gedreht werden. Inszenierte Aufnahmen und besprochene Bilder können eine manipulative Wirkung haben, die vielen nicht bewusst ist. Die ambivalenten Bilder spiegeln unser europäisches Selbstverständnis und prägen bis heute ein teils problematisches Afrikabild. Eine intensive Zeitreise, die ungläubig Augen und Ohren staunen lässt.

Mischa Hedinger ist anwesend für ein Q&A nach dem Film