Filmbeschrieb

Mama illegal

von Ed Moschitz
Montag
13
Mai
2013
Kino Gotthard, Zug
um 20.00 Uhr
Der Online-Ticketverkauf wird demnächst eröffnet.

Der österreichische Journalist und Filmer Ed Moschitz bringt uns Frauenschicksale näher, deren menschliche Härte man sich lieber nicht vorstellen mag: er porträtiert Mütter aus dem bitterarmen Moldawien, die illegal in Wien leben, um als Putzfrauen den Lebensunterhalt für ihre zuhause gebliebenen Familien zu verdienen.
Weil die illegale Einreise in den Westen teuer und risikobefrachtet ist, gibt es oft für lange Zeit keine Rückreise mehr. Das heisst, die Frauen sehen meist für viele Jahre ihre Kinder und Ehemänner nicht mehr. Der einzige Kontakt erfolgt über die Bildschirmkameras von Computern und über Skype. So sehen die Frauen ihre Kinder aus der Ferne aufwachsen, ohne Möglichkeit, sie auch einmal umarmen zu können.
Auf der anderen Seite des Internets sind die verlassenen Männer und Kinder, die versuchen, über die Runden zu kommen. Auch das ist mit Schmerz verbunden ... und im Falle der sich nutzlos fühlenden Männer mit Demütigung. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film regt dazu an, sich Gedanken darüber zu machen, was Armut bedeutet.

A 2011
94 Minuten / HD / OV,d

Buch und Regie:

Ed Moschitz
Kamera:
Sandra Merseburger, Michael Svec, Michael Schindegger, Manfred Aitsleitner u.a.
Schnitt:
Alexandra Löwy
Musik:

Zdob şi Zdub

Hauptpreis am "One World Filmfestival" Brüssel 2012

Infos zum Filmabend

Ed Moschitz ist anwesend
In Zusammenarbeit mit der "Frauenzentrale Zug"